Innenraum Kirche

Die niedrigen, noch romanisch wirkenden Gewölbe der Vorhalle lassen das hohe Alter des Baues erkennen. Ein barockes Gitter trennt das Hauptschiff von der Vorhalle.

Der Innenraum der Pfarrkirche bekam sein Aussehen bei der Renovierung in den Jahren 1774 bis 81 im Stile des Klassizismus.

Die Fresken wurden von Johann Nepumuk della Croce aus Burghausen und seinen Gesellen gemalt und stellen Szenen aus dem alten Testament dar. Das runde Gemälde im Schnittpunkt zwischen Haupt- und Querschiff zeigt den Besuch der Königin von Saba beim weisen König Salomon.

Vor den Säulen des Hochaltars stehen die überlebensgroßen Figuren der Apostel Petrus und Paulus. Der bekannte Bildhauer Thomas Schwanthaler aus Ried hat 1676 einen ganzen barocken Altar für die Pfarrkirche geschnitzt, wie im Archiv gefundene Rechnungen beweisen. 100 Jahre später wurde der Altar wieder abgebaut. Nur die beiden Statuen und die Kreuzigungsgruppe am Tabernakel wurden in den neuen Altar übernommen.

Ein weiteres großartiges Kunstwerk stellt das Grabmal des Stifterehepaars dar. Sie finden es im rechten Seitenschiff, es ist von der Vorhalle aus gut zu sehen.
Das Grabmal aus Adneter Marmor war ursprünglich als Hochgrab vor dem Altarraum aufgestellt. Zur Barockzeit wurde es abgebaut und nur die Deckplatte wurde im Seitenschiff in die Wand eingelassen. Das Stifterpaar ist mit Kopfpölstern, also liegend, dargestellt.

Der Stifter Hans Kuchler hat 1436 in seinem Testament einen Teil seines Vermögens für die Errichtung des Kollegiatstiftes, das ist – salopp gesagt – eine Wohngemeinschaft von Priestern, zur Verfügung gestellt.

Hans Kuchler starb noch im selben Jahr. Seine Frau überlebte ihn um 16 Jahre, hat also noch die Entstehung des Stiftes miterlebt.

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