Das Grabmal der Kuchler

Das Grabmal von Hans Kuchler, gestorben 1436, und seiner Ehefrau Katharina von Krey, gestorben 1452, wurde noch zu Lebzeiten Katharinas und wahrscheinlich auf ihren Auftrag hin von einem Salzburger Steinmetzmeister angefertigt. Schon der verwendete Stein aus Adneter Marmor (sogenannter Rotmarmor) ist von großer natürlicher Schönheit und Güte. Das Grabmal sind ausgezeichnet ausgeführt.

Wir sehen Hans Kuchler als Idealtypus des Ritters im ausgehenden Mittelalter, mit Schwert (das leider abgebrochen ist) und Fahne, bei der die hellen Felder aus Steingussmaterial bestehen. Das lockige Haar zeigt, dass Hans in jungen Jahren starb. Seine Frau daneben ist in schlichter mittelalterlicher Witwenkleidung dargestellt, in der Hand die so genannte Paternosterschnur, das ist die Vorläuferin des Rosenkranzes. Über den Köpfen der beiden sieht man ihre Wappen. Hans steht voller Symbolik auf einem kleinen Löwen, was seine Macht veranschaulicht, in beiden unteren Ecken finden wir Fahnenschilder. Eines davon zeigt das bayrische Rautenmuster, da zur Zeit der Kuchler das Innviertel zu Bayern gehörte.

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