Die Ortenburger
Joachim Graf zu Ortenburg und seine Frau Ursula: ein Ehepaar in der Zeit der Reformation …
Die erste bekannte Darstellung zeigt das Schloss, wie es nach dem Um– oder Neubau durch Joachim Graf zu Ortenburg und seiner Frau Ursula im Jahre 1551 aussah. Damals wurde es im Stil der Renaissance gestaltet und erhielt 4 über Eck gestellte Türme, die 150 Jahre lang bestanden. Auch ein Wallgraben mit Zugbrücke wurde errichtet.
Joachim und Ursula Fugger, Freyn zu Khirchperg und Weissenhorn hatten im Jahre 1549 geheiratet, wobei Ursula als Tochter einer der reichsten Familien Deutschlands eine Mitgift von 30.000 Gulden in die Ehe einbrachte. Zum Vergleich: die Ehefrau von Albrecht Dürer erhielt 200 Gulden Mitgift. Möglicherweise wurde dieses Geld für den Schlossbau verwendet.
Da Joachim und Ursula Anhänger Luthers waren, war auch Mattighofen zu ihrer Zeit protestantisch. Nachdem ihr einziger Sohn Anton jung gestorben war, wurde die Herrschaft nach dem Tod Joachims an den bayrischen Herzog Maximilian I. verkauft. Dieser war katholisch, was bedeutete, dass die Einwohner Mattighofens ebenfalls wieder katholisch zu sein hatten.
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